Ausweisung "Wolfsgebiet Senne"

Wolfskarte Senne

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem der Wolf vor über 180 Jahren in Nordrhein-Westfalen ausge­storben war, gibt es seit November 2009 wieder vereinzelt Hinweise auf durchziehende Wölfe. Auch im laufenden Jahr 2018 gab es solche Hin­weise, die sich vor allem auf den Bereich des unteren Niederrheins und den Bereich der Senne konzentrierten. Anhand der genetischen Analy­sen konnte nun für den Truppenübungsplatz Senne beziehungsweise im unmittelbaren Randbereich ein weiblicher Wolf mit der Kennung GW1044f seit Ende Juli dieses Jahres mehrfach individuell nachgewiesen werden. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) geht davon aus, dass dieses Tier mittler­weile standorttreu geworden ist.

Vor diesem Hintergrund weist das Umweltministerium Nordrhein­ Westfalen  in dem betreffenden Landschaftsraum auf der Grundlage der „Richtlinien über  die Gewährung von Billigkeitsleistungen und Zuwen­dungen zur Minderung oder Vermeidung von durch den Wolf verursach-­ ten wirtschaftlichen Belastungen" („Förderrichtlinien Wolf", RdErl. v. 03.02.2017,   MBI.  NRW.  S.  85)  mit  Wirkung  zum  20.12.2018   das „Wolfsgebiet Senne" aus. Zusätzlich wird im Umfeld des Wolfsgebietes eine „Pufferzone um das Wolfsgebiet" ausgewiesen (Karte in der Anlage). Ein Wolfsgebiet wird bei einer festen Ansiedlung von Wölfen ausgewiesen, das heißt wenn ein Wolf über die Dauer von bis zu einem halben Jahr mehrfach in einem Gebiet nachgewiesen werden kann.

Abgrenzung  des Wolfsgebietes Senne mit umliegender  Pufferzone  Das „Wolfsgebiet Senne" umfasst die Truppenübungsplätze im Bereich Senne sowie weitere zusammenhängende waldreiche Gebiete und hat eine Fläche von 922 km2 • Die Abgrenzung umfasst die folgende Städte bzw. Gemeinden vollständig oder teilweise (Teilbereiche in Klammern):

  • Kreis Gütersloh: Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.
  • Kreis   Lippe:  Städte  Detmold,  Horn-Bad  Meinberg,   Lage  und Oerlinghausen, Gemeinden Augustdorf  und Schlangen.
  • Kreis Paderborn: Städte Bad Lippspringe und Paderborn, Gemein­den Altenbeken und Hövelhof.
  • Kreisfreie Stadt Bielefeld (Teil südwestlich der A 2/B 66).
 

Die umliegende „Pufferzone um das Wolfsgebiet" umfasst auf einer Fläche von etwa 3.390 km2 den Großteil der kreisfreien Stadt Bielefeld, den öst­lichen Bereich des Kreises Gütersloh, den Nordosten des Kreises Lippe sowie die gesamten Kreise Paderborn und Höxter:

  • Kreis Gütersloh: Städte Gütersloh, Rietberg und Verl.
  • Kreis Höxter: Städte Bad Driburg, Beverungen, Borgentreich , Brakel, Höxter, Marienmünster, Nieheim, Steinheim, Warburg und Willebadessen.
  • Kreis Lippe: Städte Bad Salzuflen, Barntrup, Blomberg, Lemgo, Lügde und Schieder-Schwalenberg, Gemeinden Dörentrup, Extertal, Kalletal und Leopoldshöhe.
  • Kreis Paderborn: Städte Bad Wünnenberg, Büren, Delbrück, Lichtenau, und Salzkotten, Gemeinde  Borchen.
  • Kreisfreie Stadt Bielefeld (Teil nordöstlich der A 2/B 66).

Die Ausweisung eines Wolfsgebietes sowie der umliegenden Pufferzone ist insbesondere für die Nutztierhaltung von großer Bedeutung, da das Land Nordrhein-Westfalen in diesen Bereichen vorbeugende Maßnah­men zum Herdenschutz fördert.

Entschädigungsleistungen  gemäß „Förderrichtlinien Wolf"

In Ergänzung zu dem Wolfsmanagementplan hat das Umweltministeri­ um NRW im  Februar  2017  die  „Förderrichtlinien Wolf"  veröffentlicht. Mit der Förderrichtlinie führt das Land Nordrhein-Westfalen die bereits seit Anfang 2010 gängige Praxis fort, die vom Wolf verursachten Tierris­se finanziell zu entschädigen. Entschädigungen  (Höhe  100%) werden für Tierverluste, für die Kosten für den Tierarzt, für Medikamente und die Tierkörperbeseitigung gewährt. Das Land Nordrhein-Westfalen entschädigt darüber hinaus die Schäden an Schutzvorrichtungen sowie die finanziellen Schäden durch Fehlgeburten, die durch Wölfe ausgelöst wurden.

Zusätzlich können Betriebe mit Wildgehegen, Schaf- und Ziegenhaltung auch Fördermittel für vorbeugende Herdenschutzmaßnahmen (Höhe derzeit noch 80%) beantragen. Gefördert werden der Erwerb von Elekt­rozäunen sowie die wolfssichere Optimierung bestehender Zäune. Dar­über hinaus kann auch der Erwerb und die Ausbildung von Herden­ schutzhunden finanziell unterstützt werden. Diese vorbeugenden Maß­ nahmen (Prävention) werden - wie in den anderen Bundesländern auch  in einem festgestellten Wolfsgebiet -  gewährt.

Derzeit werden die Förderrichtlinien Wolf fortgeschrieben, um eine bes­sere finanzielle Unterstützung der Weidetierhaltung zu ermöglichen. So sollen im Bereich der umliegenden Pufferzone in Nordrhein-Westfalen zukünftig ebenfalls Präventionsmaßnahmen förderfähig werden. Dabei soll die Erhöhung der Förderquote für investive Herdenschutzmaßnah­men auf 100% erhöht werden. Außerdem wird eine Ausweitung der Förderung auf weitere Tierhaltungen geprüft. Die Änderungen der Förder­richtlinien Wolf sollen nach Abschluss der Abstimmung mit dem Finanz­ministerium und dem Landesrechnungshof in Kraft treten.

Anträge auf Entschädigung der durch einen Wolf verursachten Schäden sowie Anträge auf Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in einem Wolfsgebiet - sowie ab dem Inkrafttreten der fortgeschriebenen Förder­richtlinien Wolf auch für die umliegende Pufferzone - können bei der Bezirksregierung Detmold (dort bei dem für die Naturschutzförderung zuständigen Dezernat 51) gestellt werden.

Wolfsportal NRW

Um die Bevölkerung und die Behörden in Nordrhein-Westfalen  mög­lichst zeitnah, umfassend und transparent über die Rückkehr des Wolfes zu informieren, hat das LANUV das Fachinformationssystem „Wolf in Nordrhein-Westfalen"  (kurz:  „Wolfsportal   NRW")  entwickelt ,  das  im Internet unter www.wolf.nrw.de aufgerufen werden kann. Darin finden sich aktuelle Meldungen sowie umfangreiche Fachinformationen zum Thema  Wolf.  Bestätigte Wolfsnachweise  werden  in einer geodaten­ basierten Karte dokumentiert, die interaktiv abgerufen und nach bestimm­ten Kriterien gefiltert werden kann. Nutztier-Risse, die dem LANUV ge­meldet wurden, werden zeitnah als nachweislich belegte Fälle oder als Falschmeldungen tabellarisch aufgelistet. Über das Wolfsportal können auch Sichtungen eines Wolfes gemeldet oder die Kontaktdaten der regi­onalen Wolfsberater aufgerufen werden. Nutzierhalterinnen und -halter erfahren, welche Hilfen sie in Anspruch nehmen können, wenn sie ihre Herden durch den Wolf konkret bedroht sehen oder Schäden melden wollen, die vermutlich durch einen Wolf verursacht wurden. Im Wolfspor­tal können auch die Kontaktdaten der Bewilligungsbehörden eingesehen werden sowie die für Entschädigung und Prävention erforderlichen An­tragsunterlagen heruntergeladen werden. Speziell zum „Wolfsgebiet Sen­ne" wurde im Wolfsportal ein Button eingerichtet, über den alle relevan­ten Informationen zum Wolfsgebiet aufgerufen werden können.


 
 

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